Altglas,  Fotografie allgemein

Bokeh-Vergleichstest (Teil 1, Altglas)

Seit rund zwei Jahren habe ich die Liebe zu alten Objektiven entdeckt – und damit verbunden ist der Reiz des doch teilweise ungewöhnlichen Bokehs (siehe wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Bokeh).

Meine Informationen zu den Charaktereigenschaften der einzelnen Linsen holte ich mir natürlich im Internet. Die Bezugsquellen für die Altgläser waren anfangs zum Großteil die Facebook-Gruppen:

alte Objektive neu entdeckt https://www.facebook.com/groups/871582722872263

Fotografie mit manuellen Objektiven https://www.facebook.com/groups/Fotografie.mit.manuellen.Objektiven.Alt.und.Neu

Wir die Liebhaber der alten Linsen/Altglas (Meyer, Zeiss, Helios,… https://www.facebook.com/groups/125253260992306

Zuletzt habe ich die Objekte der Begierde nur noch auf willhaben.at gesucht und gekauft wegen dem Käuferschutz-Programm.

Die doch etwas angewachsene Anzahl an Altglas machte es nun erforderlich, sich einmal einen Überblick über die unterschiedlich ausgeprägten Formen des Bokehs der einzelnen Objektive zu verschaffen.

Dazu benutzte ich als Motivbereich ein Weihnachtsornament, welches am Luster über unserem Esstisch hängt und als Hintergrund für den Bokeh-Effekt unseren Christbaum mit der LED-Lichterkette im Abstand von ca. 2m dahinter. Bei allen Objektiven habe ich auf die Naheinstellgrenze fokussiert und sodann mit der Kamera das Weihnachtsornament freihand in die Schärfe gebracht. Dabei habe ich eine Blendenreihe erstellt – beginnend mit Offenblende, sowie einen bzw. zwei (tw. weitere oder kleinere) Blendenschritte geschlossen. Um gleich auch noch für Makroaufnahmen Erfahrungswerte zu sammeln, habe ich danach auch noch bei Offenblende jeweils einen Makro-Zwischenring (ZR10mm / ZR16mm) von Meike dazwischengeschaltet.

Aufgenommen wurden die Bilder mit der Sony A7III. Und damit man Altglas überhaupt ans Gehäuse bekommt, benötigt man natürlich auch einen entsprechenden Adapter, um das Objektiv-Bayonett (meist Exakta- bzw. M42-Anschluss) an den E-Mount der Sony bekommt. Diese Adapter sind um kleines Geld (25-30 €) erhältlich und gleichen auch die Distanz zum Sensor aus (ich benutze die soliden Adapter von Berlin Optix für Exakta-NEX und K&F Concept Pro für M42-E).

Altglas-Adapter

Und gerade bei der Verwendung von alten Objektiven kann sich ihr Charakter ideal an einer Vollformat-Kamera entfalten. Bei APS-C-Kameras hingegen kann mit dem kleineren Sensor nicht der volle Bildkreis der Objektive genutzt werden und somit fallen auch die zum Teil typischen “Katzenaugen” und/oder die charakteristischen Unschärfen in den Randbereichen weg.

Altglas-Übersicht

Ja dann mal los!

Carl Zeiss Jena – Flektogon 2.8/20mm, M42 (6 Blendenlamellen):

Carl Zeiss Jena – Tessar 2.8/50mm, M42 (8 Blendenlamellen):

Meyer-Optik Görlitz – Trioplan 2.9/50mm, Exakta (12 Blendenlamellen):

Carl Zeiss Jena – Biotar 1.5/75mm, M42 (10 Blendenlamellen):

Ashahi Pentax – Auto-Takumar 1.8/85mm, M42 (9 Blendenlamellen):

Meyer-Optik Görlitz – Trioplan 2.8/100mm, Exakta (15 Blendenlamellen):

Pentacon auto 2.8/135mm MC, M42 (6 Blendenlamellen):

Meyer-Optik Görlitz – Primotar 3.5/135mm, M42 (15 Blendenlamellen):

Man sieht, dass alleine bei Offenblende deutliche Unterschiede im Charakter des ausgebildeten Bokehs zu erkennen sind (Seifenblasen-Bokeh, Katzenaugen, …). Auch beim Abblenden sieht man, wie markant sich die Anzahl der Blendenlamellen auswirkt. Auch gibt es dabei Unterschiede in der Form der Lamellen (gerade oder abgerundet), welche Einfluss auf das Bokeh-Bild nehmen.

Im zweiten Teil meines Bokeh-Vergleichtests werde ich mich meinen neueren Objektiven widmen (sowohl Autofokus-Objektive als auch manuell zu fokussierende Objektive neuerer Bauart).

Also bleibt dran!

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